17. Neuköllner Zeitreise

Die 17. Neuköllner Zeitreise führt uns zu unbekannten und unerwarteten Denkmäler in Neukölln. Bevor es zu den Führungen geht, wird eine Einführungsveranstaltung einen Überblick über den Denkmalschutz geben. Die meisten Menschen verbinden mit Denkmalschutz oder Denkmalpflege besonders ästhetisch geformte Gebäude. In den Führungen werden wir sehen, dass dies nur begrenzt der Fall ist. Im Gesetzestext heißt es über Baudenkmale, dass deren „Erhaltung wegen der geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt“.


Darin wird deutlich, dass bauliche Denkmale nicht grundsätzlich dauerhaft unter Denkmalschutz
stehen müssen. Außerdem muss das Kriterium des Interesses der Allgemeinheit erfüllt sein. Die Bestimmung dieses Interesses stellt die verantwortlichen Stellen und die Stimmen aus der Stadtgesellschaft vor ein beachtliches Problem.

Die zweite Führung

Die zweite Führung geht durch Hauptverkehrsachse der Karl-Marx-Straße vom Hermannplatz bis zur Fuldastraße. Von dort geht es in die Wohngebiete östlich der Sonnenallee in Richtung Weichselplatz. Der Teil der Karl-Marx-Straße war eine Mischung zwischen Produktionsstätten bis hin zu repräsentativen Wohnhäusern. Am 15. März beginnt die Führung am Hermannplatz. Wir werden von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden, die historische Entwicklung des Stadtwachstums nachvollziehen können.
Treffpunkt: Hermannstr. / Karl-Marx-Str. Tourstrecke ungefähr 2,2 km.
Anmeldung: https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=784059 oder vor Ort.

19.04.2026, 15:00 – 17:15 Uhr.
Kontakt: Denkmalpflege@Freunde-Neukoellns.de


Die dritte Führung

Die dritte Führung beginnt am U-Bahnhof Boddinstraße am Fuße der Rollberge. Auch in dieser Führung werden wir bekannte Architekten und Bauherren und deren Bauten wiedersehen. Vom Rollberg herabgekommen geht es auf der Karl-Marx-Straße in südöstlicher Richtung an den Rand von Böhmisch-Rixdorf. Diese Führung findet am 31. Mai statt.
Treffpunkt: Hermannstr. / Boddinstr. Tourstrecke ungefähr 2,5 km.
Anmeldung: https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=784061 oder vor Ort.

31.05.2026, 15:00 – 17:15 Uhr.
Kontakt: Denkmalpflege@Freunde-Neukoellns.de


Die vierte Führung

Am 14. Juni endet die 17. Neuköllner Zeitreise. Sie führt vom Kern Neukölln von der Passage über die Ganghoferstraße in die Wohnsiedlungen in Richtung Kanal. Wir sehen auch Wohnorte ehemaliger und prägender Neuköllner Politiker. Letztlich endet die Tour über den Herzbergplatz, Sonnenallee bis zum S-Bahnhof Sonnenallee.
Treffpunkt: Passage Neukölln (Lernladen), Karl-Marx-Str. 131, 12043 Berlin. Tourstrecke ungefähr 2,7 km.
Anmeldung: https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=784062 oder vor Ort.

14.06.2026, 14:00 – 17:15 Uhr
Kontakt: Denkmalpflege@Freunde-Neukoellns.de

14. Neuköllner Zeitreise

Erneut unterstützt uns die VHS-Neukölln bei der Umsetzung der Neuköllner Zeitreisen. Dafür an dieser Stelle ein Dankeschön! Die 14. Zeitreise steht unter dem Motto Siedlungsentwicklung Neuköllns/Rixdorf.

12.09.2024 Einführungsveranstaltung

Die 14. Neuköllner Zeitreise führt uns durch die Siedlungsgeschichte Neuköllns. Wir starten mit der Betrachtung der Besiedlung von Richardsdorp/Rixdorf im Mittelalter. Da die Quellenlage aus dieser Zeit gering ist, setzt die genauere Betrachtung im 19. Jahrhundert ein. Besonders der Wohnungs- und Häuserbau ist eng mit dem Bevölkerungswachstum verknüpft. Markante Merkmale der Entwicklung sind die Bauvorhaben der Gemeinde Rixdorf/Neukölln. Sie zeigen die charakteristischen Attribute deutscher Bauströmungen. In der Einführungsveranstaltung gibt es die entsprechende Übersicht. Denkmalgeschützte Bauten veranschaulichen die Entwicklung.

Einkaufszentrum Neuköllner Tor, 12055 Berlin, Karl-Marx-Str. 231-235, Raum 1
Donnerstag, 12.09.2024, 17:30 – 19:45

Anmeldung erbeten über VHS: hier Anmeldung


22.09.2024 1. Führung Dammweg-Siedlung

Die erste Führung der 14. Neuköllner Zeitreise geht durch die Dammweg-Siedlung. Die Siedlung ist durch die Gartenstadtbewegung inspiriert. Sie ist der Startpunkt der Besiedlung: die Köllnische Heide. 1920 war der Baubeginn und kann als Kristallisationspunkt verstanden werden. Die Siedlung hat durch die Struktur eine besondere Wirkung. Tauchen Sie gemeinsam in die besondere Atmospähre der Siedlung ein. Die Dammweg-Siedlung steht in einer Linie zu Wohnsiedlungen wie die Ideal-Siedlung, den Richardplatz und ähnlichen Orte Neuköllns.

Treffpunkt: S-Bahnhof Köllnische Heide (hinterer Eingang, Krebsgang)
Sonntag, 22.09.2024, 15:00 – 17:15 Uhr

Anmeldung erbeten über VHS: hier Anmeldung

Neuköllner Friedhöfe: Quo vadis?

Neuköllner Friedhöfe: Quo vadis?

Liegen die Neuköllner Friedhöfe im Sterben? Diese Frage mag man sich stellen, wenn man sich den einen oder anderen Friedhof ansieht.

Die Veranstaltungsreihe „Neuköllner Friedhöfe: Quo vadis?“ in der 13. Neuköllner Zeitreise beschäftigt sich mit der Frage. Die Freunde Neuköllns e. V. und die Neuköllner VHS laden zu Gesprächen und Führungen zum Thema im ersten Halbjahr 2024 ein. Die Auftaktveranstaltung ist eine Podiumsdiskussion mit Verantwortlichen der Friedhofsträger und -gestalter am 24.02.2024 im Foyer des Kulturstalls auf dem Gutshof Britz. Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Die Frage, ob Friedhöfe weiterhin benötigt werden, ist schnell beantwortet: Ja, denn wo gestorben wird, werden Friedhöfe benötigt. Allerdings müssen die Aufgaben und Gestaltung diskutiert werden, da sich die Art der Trauer, Erinnerungsformen und Grabgestaltung ändern. Das Aussehen der Friedhöfe passt sich dem gesellschaftlichen Wandel an. Ob der Kostendruck preisgünstige Bestattungen verursacht, die Auflösung fester Familienbindungen, die sich in Patchwork-Familien und Single-Lebensweisen ausdrückt, oder eine verstärkte Mobilität der Nachkommen, die Bestattungsarten verändert – sind Einflüsse, die Veränderungen hervorrufen.

Auf Friedhöfen kommen neue oder bereits bestehende, nun aber verstärkt auftretende Aufgaben und Funktionen zu. Dazu gehören Erholung und Entspannung in ruhiger Atmosphäre, gesunde Luft, Stille und Naturerlebnisse. Islamische Bestattungen sind häufiger geworden und beeinflussen die Gestaltung des Friedhofs. Leider sind Friedhöfe auch zu Treffpunkten der Drogenszene geworden. Der Friedhofsbereich wird immer häufiger als unsicher und gefährlich empfunden.

Am 24.02.2024 haben interessierte Bürgerinnen und Bürger von 14:00 bis 17:15 Uhr die Möglichkeit, mit Fachleuten über die aktuelle Lage auf den Neuköllner Friedhöfen zu sprechen.

Der zuständige Bezirksstadtrat von Neukölln Jochen Biedermann, der Geschäftsführer des Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte Tillman Wagner und der Geschäftsführer der Friedhof Treuhand Berlin – FTB – Dauergrabpflegegesellschaft mbH Oliver Siegmund, geben Auskunft über den aktuellen Stand der Umsetzung des FEP 2006 bis heute. In den darauf folgenden Wochen gibt es Führungen auf Friedhöfen, um den Zustand und Gestaltungselemente von Friedhöfen Vorort zu betrachten. Ende Juni schließt die Reihe mit einem Workshop, in dem konkrete Ideen, Vorschläge und Bedarfe gesammelt und zusammengefasst werden. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Termin 24.02.2024, 14:00 bis 17:17 Uhr
Ort: Foyer Kulturstall Gutshof Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin
Anmeldung dringend erwünscht, da nur begrenzte Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Der Friedhof der Zukunft? Werner Schmidt & KI Midjourney
… oder so? Werner Schmidt & KI Midjourney

3. Neuköllner Zeitreise

Die dritten Neuköllner Zeitreisen führen uns in Grünanlagen (Parks) des Bezirks.

Katharina Szelinski-Singer

Aktuell stehen jedem Neuköllner rund 11 m² Grünanlage zur Verfügung. Damit steht Neukölln im unteren Viertel der Berliner Bezirke. Dies kann man als das historische Erbe der Stadt Rixdorf/Neukölln sehen. Die Bevölkerungsexplosion Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts ließen die erbärmlichen Mietskasernen aus dem Boden wachsen. Die Folge waren Häuserschluchten ohne erholsames Grün. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden deshalb Parkanlagen, so genannter Schmuckplätze, angelegt. Sie lagen jedoch in den Bereichen von neuen Wohngebieten, die stärker bürgerlich geprägt waren. Um einen Querschnitt der Grünanlagen zu zeigen, werden wir in der Hasenheide, im Schulenburg Park, dem Wildenbruchplatz und der Rudower Höhe Station machen.

Unsere erste Station führt uns in die bewegte Geschichte der Hasenheide. Hier wurde deutsche, Berliner und Rixdorfer Geschichte geschrieben

Die zweite Station führt in die Vergangenheit Rudows. Wir sehen Spuren der Eiszeit, des bäuerlichen Arbeitens und erklimmen einen der Berliner Schuttberge.

An dem Tag werden wir den zweiten historisch wiederhergestellten Park Neuköllns und seine Geschichte kennenlernen.

Die letzte Station führt zu den Anfängen Neuköllner Parkanlagen. Einen Park der im Laufe der Zeit immer mehr an Substanz und Glanz verloren hat. Wir bewahren Erinnerungen an einzigartige Installationen.

Fragen und Anregungen wegen Neuköllner Zeitreisen