Die 18. Neuköllner Zeitreise führt in die vier historischen Neuköllner Gemeinden Britz, Buckow, Rixdorf und Rudow. Geschichten, Fakten und Anekdoten über Menschen und Gebäuden liefern ein buntes Bild aus unserer Vergangenheit. Alle vier Gemeinden haben eine sehr unterschiedliche Entwicklung durchgemacht, obwohl sie relativ dicht bei einander liegen.
Die 18. Neuköllner Zeitreise erfolgt in Kooperation mit der VHS-Neukölln. Die Anmeldung erfolgt über die VHS. Die Links zu den Anmeldungen befinden sich bei der Beschreibung der einzelnen Führungen.
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1. Führung – Britz
Britz, das hochherrschaftliche Dorf, besaß eine jahrhundertelange Grundherrschaft. Verstrickungen im Zusammenhang des Übertritts zum Protestantismus durch den Kurfürsten von Brandenburg sind überliefert. Im 19. Jahrhundert gingen die Ländereien in bürgerlichen Besitz über. Dies ermöglichte im 20. Jahrhundert den Bau der Hufeisensiedlung und eines weitläufigen grünen Areals, das die Basis für die Bundesgartenschau (heute: Britzer Garten), den Park-Friedhof und eine großflächige Kleingartensiedlung bildet. Trotz dem vielen Grün hat Britz auch eine industrielle Geschichte. Dieses und weitere Überraschungen erwarten Sie in der Führung am 06.09.2026, ab 15:00 Uhr; Treffpunkt Kreuzung Blaschkoallee und Britzer Damm.
Termin/Zeit: 06.09.2026 (Sonntag) ab 15:00 Uhr
Treffpunkt: Kreuzung Blaschkoallee / Ecke Britzer Damm (vor dem Geschäft Kik)
Anmeldung:
Anmeldung auch Vorort möglich.
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=806569

2. Führung – Buckow
Buckow, das zweite Dorf in Neukölln, ist durch und durch landwirtschaftlich geprägt. Die Ländereien, die das Dorf bildeten, weisen eine merkwürdig anmutende Form auf. Während Dörfer im Kern zu den Gemeindegrenzen ungefähr gleich große Wege haben, ist Buckow wie ein Handtuch. In der Ost-West-Richtung sind die Maße Luftlinie ca. 5,5 km. Die Nord-Süd-Richtung hingegen ungefähr 1,5 km. Schon nach relativ kurzer Zeit nach Gründung des Dorfes um 1250 brach die Grundherrschaft zusammen. Abgabenrechte, Frondienste und Gerichtsbarkeit gingen zu gingen großen Teilen an reiche Bürger der Stadt Cölln und Berlin. Durch Engagement der Buckower und ein Umdenken in der Landespolitik konnte der alte Dorfkern vor dem städteplanerischen Konzept einer auto-gerechten Ost-West-Achse verhindert werden. Garniert wird die Führung durch Anekdoten aus dem Dorf. Die Führung ist am 27.09.2026, ab 15:00 Uhr; Treffpunkt ist die Buckower Dorfkirche (westl. Eingang, Turmseite).
Termin/Zeit: 27.09.2026 (Sonntag) ab 15:00 Uhr
Treffpunkt: Buckower Dorfkirche (westl. Eingang, Turmseite)
Anmeldung
Anmeldung auch Vorort möglich.
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=806571

3. Führung – Rudow
Rudow ist ein Ort zwischen Landwirtschaft und Industrie mit Vorortcharakter. Verwaltungstechnisch war Rudow eher an Köpenick orientiert als an Neukölln. Zu finden sind kurfürstliche Spuren, die der Vergessenheit anheimgefallen sind. Nach der Teilung der Stadt war Rudow quasi eine Sackgasse. Abgeschnitten nach Osten in Richtung Köpenick und Treptow, im Süden in Richtung Schönefeld sowie im Westen versperrte die Mauer eine Weiterfahrt. Noch in den 70er-Jahren waren beträchtliche Flächen nicht an die städtische Abwässerung angeschlossen. Mit dem Bau der Gropiusstadt und dem Bau der U-Bahn rückt Rudow dicht an die Innenstadt heran. Man konnte schnell „in die Stadt“ fahren. Die Führung ist am 04.10.2026 ab 15:00 Uhr; Treffpunkt ist die Hinterfront des Edeka-Markts am U-Bahnausgang.
Termin/Zeit: 04.10.2026 (Sonntag) ab 15:00 Uhr
Treffpunkt: Ausgang U-Bahnhof Rudow, Hinterfront Edeka-Markt
Anmeldung
Anmeldung auch Vorort möglich.
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=806701

4. Führung – Rixdorf
Rixdorf ist die letzte Station der 18. Neuköllner Zeitreise. Rixdorf, eingeklemmt zwischen dem Rollberg und den Wiesen der Spreeauen, machte Geschichte durch das Bevölkerungswachstum zum Ende des 19. Jahrhunderts. Vom „größten Dorf“ Preußens zur Stadt gehörte Rixdorf zu den zehn größten Städten des Landes. Bekannt ist Rixdorf/Neukölln durch die Glaubensflüchtlinge aus dem ehemaligen Böhmen. Aus dem Rixdorf wurden ein Deutsch- und ein Böhmisch-Rixdorf. Feuerbrünste und Anfeindungen zwischen Alteingesessenen und Zugewanderten ließen Rixdorf lange Zeit nicht zur Ruhe kommen. 1874 wurden beide Dörfer zu einer Gemeinde verbunden. Die Führung verläuft durch die historischen Zentren. An ihnen wird die rasante Entwicklung der Gemeinde deutlich. Führung ist am 25.10.2026, ab 15:00 Uhr.
Termin/Zeit: 25.10.2026 (Sonntag) ab 15:00 Uhr
Treffpunkt: Rathaus Neukölln am Brunnen
Anmeldung
Anmeldung auch Vorort möglich
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=806702
